Dienstag, 1. April 2008

Digital genitaler Standortvorteil

Ich war heut auf so einem Vortrag über die digitalen Medien und des ganze Glump. Wie sich der Jugendliche von heutzutage in seinem Umgang mit dem Inhalt an sich (scheissegal wo er herkommt, also der Inhalt, nicht der Jugendliche, bei dem ist's nämlich nicht egal) so verhält und warum ihn das Übermaß an Kommunikation und Unterhaltungsoptionen mürbe und depressiv macht.

Für mich nix Neues. Hätt ich denen vom Research gleich drücken können. Und auch den Jugendlichen. Zuviel Dope macht blöd, ham wir früher schon gesagt.

Wer zuviel kifft, dem taugt es nicht, selbst wenn er von Bewusstsein spricht.

Und genauso ist das mit den digitalen Medien und diesem vermalefizten Internet. Das ist alles zuviel des Guten. Und beim Jugendlichen ist es nämlich deshalb nicht egal wo er herkommt, weil er als Japaner, Brite oder Deutscher viel unglücklicher ist wie als Brasilianer oder Mexikaner. Das liegt nämlich dadadran, dass quasi der Südamerikaner an sich viel mehr Spaß mit digitalen Medien hat, weil er sich dann bei seiner Vielfickerei fotografieren, webkameradisieren oder sonstirgendwie audiovisuell aufzeichnen kann und des im Freundeskreis rumzeigt. Gilt für Manna wie auch Weiber.

Ich möcht zum Beispiel nicht wissen auf wievielen Festplatten jetzt der kleine Fonse residiert seit meinen letzten Südamerikaaufenthalten.

Montag, 31. März 2008

Wieder dahoam, endlich der Arzt vom Phil, endlich volljährig und knietief im Establishment

Zefix, es ist zweieinhalb Jahre her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Ich bin zurück nach Barcelona gegangen, hab da Deutsch doziert und meine Diss* fertiggestellt. Dann war er plötzlich da, der Doktortitel (Dr. phil. Alfons Josef Tensfelder) und die Chance in Regensburg am Lehrstuhl einen festen und für meine beschissenen Verhältnisse gut bezahlten Job zu bekommen. Und ich hab zugeschlagen und bin heim nach Bayern (wenn auch Oberpfalz). Und zu allem Überfluss bin ich heut - also am Sonntag - auch noch satte Fünzig geworden. Und damit ist es wohl oder übel passiert: Ich gehör zum Establishment. Und das Schlimmste ist: ich hau nur noch die Irmi z'sam (neubairisch für "flachlegen"). Monogam bis der sprichwörtliche Arzt kommt. Die Irmi ist mir nach Barcelona hinterherzogen und jetzt wieder zurück nach Regensburg. Jetzt arbeitets an der Uni als Sekretärin vom Greule, dem alten Linguistik-Indiana Jones. Aber zum Thema Monotheismus, äh -gamie, ist das letzte Wort hoffentlich noch nicht gesprochen.

Was war denn bei euch so los? Ich hab gehört, der Poodle hat sich verabschiedet und vom Ratzlmeier und dem Burnse hört man auch nur noch alle Jubeljahre was. Ich selbst befand die Internetschreiberei zuletzt als ziemlichen Scheißdreck. Vor allem wenn's so warm draußen ist wie z'Barcelona. Dass ich mich jetzt wieder an mein Notenbuch setze, hat vielleicht auch was mit Establishment zu tun. Sogar Emails les ich wieder. Wegen meinen Studenten, die mir ständig Termine neidrucka wollen. Aber da hamsa sich brennt, weil ich nämlich nachmittags nix mehr arbeiten mag am Institut. Kann ich daheim bei einem gemütlichen Pilserl und einer Javanse Jonsen-Zippe auch machen. Aber was ich eigentlich sagen wollt: A bisserl freudloser gehen die Gänge hier in Regensburg, aber das mag an dem ewigen Nebel liegen und dem depperten Dom, die so schwer auf dem Stadtbild lasten. Möglicherweise liegt's auch an dem Establishment oder generell am Wetter im Deutschlund.

Wo war ich stehnbliebn? Ach ja, in Regensburg. Mei, hier ist alles beim Alten. Dass dauernd neue Cocktailkneipen-Franchises aufmachen, der Texmex hier wohl nie aussterben wird und der Jost in der Galerie immer noch die schärfsten Hasen bedienen lässt, gehört zum Alltag wie die Tatsache, dass immer noch und wieder gewählt da depperte Schaidinger im Rathaus sitzt. Schaidinger, Schaidinger, wenn ich den Nama schön hör. Da fischelts im Gehörgang. Pfui Deifi. Ich wohn ja mittlerweile in Stadtamhof drübn und hab ihn schon ein paar Mal auf der Steinernen Brücke getroffen. Mia grüßen uns, aber mögn tun wir uns nicht. Ich weiß auch nicht, warum die Sozis bei uns seit der Christa Meier keinen Fuß mehr auf den Boden bringen. Als alter linker Innenverteidiger überleg ich, ob ich wieder mal regional bei den Genossen einspringen soll. Aber am End werd ich noch Bürgermeister, so established wie ich grad bin.

Ah, vielleicht interessiert euch ja, was ich grad so dozieren tu. Das Wintersemester ist ja vorbei, aber fürs Sommersemester hab ich einen Knaller in petto:

"Sublime Ernährungs- und Wellness-Tipps in Gotthelfs Schwarzer Spinne im Zuge des Deutschen Biedermeier als Vorläufer der postmodernen Wohlfühl-Zwangsgesellschaft."

Sodala, und etzad mal schauen, ob den Mist hier überhaupt noch jemand liest. Wer als Erster kommentiert, dem zahl ich a Halbe Kneitinger. Aber nicht den Bock, der ist recht bitter. Dann lieber den Palmator. Ach ja, der Starkbieranstich aufm Adlersberg war mau dieses Jahr. Nur eine Alkoholvergiftung. Früher ham mia da oben alles vollkotzt. Da blieb keine Bierbank trocken. Aber die Jugend von heut. Die bringt sich entweder um, (so wie 96 oder wann genau des war) oder bleibt gleich ganz nüchtern. Anyway, schlaft's guat und schaut's mal wieder rein im Establishment-Blog vom Fonserer.

*"Der korrelierende Niedergang des regionalen Idiolekts mit der kulturellen Zentralisierung einer sprachlichen Normierung rund um deutsche Ballungsräume, mit Rücksicht auf Jugendkultur und Lehnwortproblematik. Ein sprachwissenschaftlicher Paradigmenwechsel. Von Alfons Tensfelder Jr."

Samstag, 5. August 2006

Tengo que seguir, amigos!

Ich glaub, ich geh zurück nach Barcelona. Da hat's mir gefallen. Regensburg ist nicht schlecht, aber so kreuzfad auf die Dauer. Ich kenns halt auch schon mein halbes Leben lang. Und wenn ich an unsere 6 Monate Nebel denk, da wird mir gleich ganz blümerant. Lieber ein bisschen mehr Luftfeuchtigkeit und einen Cortado statt so einen blöden Cafe Latte jeden Tag im Paletti. Klar, die Irmi wird mir schon fehlen, aber die kann mich ja auch besuchen und ausserdem gibt's in Barca genug hübsche Frauen.

Ich mein, dieses Deutschland ist sicherlich kein schlechtes Land, aber zu kalt ist es mir auf Dauer. Und dieses mediterrane Klima, das die Wetterfrösche prognostizieren.., bis des bei uns ankommt, lieg ich schon in der Grube. Also seid's mir net bös, ich hab meine Sachen schon gepackt und nächste Woche geht's los. Ich werd erst mal wieder ein bisschen unterrichten und vielleicht fang ich auch mit meinem Heimatroman an. Irgendwas geht ja immer, wenn man nur will. Glaub net, dass ich hier weiterschreiben werde, aber wer weiß. Beim Bazi hau ich schon mal wieder was nei. Soviel ist sicher. Ich mach's kurz und schmerzlos und sag einfach:

Hasta luego,

Euer Fonse

Mittwoch, 28. Juni 2006

Tensfelders WM Worte

Jetzt muss ich mich doch mal wieder zu Wort melden. Ich komm auch gar net zum Schreiben in letzter Zeit, weils im Büro so heiss ist und von der Mensa her riechts auch immer so nach Essen, wenn der Wind geht. Und dann ist auch WM und ich bin ständig im Biergarten und schau mir des Spektakel an. Und ich könnt mich aufregen. Scheisshaufen nochamal.

Dass jetzt z.B. die Schiedsrichter so bled san. Dass jetzt die so blöd sind. Dass jetzt die zwecks jedem Schmarrn eine gelbe Karte geben müssen. Des is ja genau so, als würde ich meinen Studenten jedes Mal einen Fünfer geben, wenn sie meine Sprechzeiten vergessen haben. Zwecks jedem Grampf gibts da eine Gelbe. Du, da musst du ja den Gegenspieler nur einmal anhusten, schon wirst vom Platz gestellt. Und die schlimmen Fouls pfeifen die Brezeltrager natürlich nicht. Du, da rutscht der Holländer dem portugiesischen Torwart mit dem Gestreckten ins Gesicht und kein Pfiff. Der Figo nickt einen ungespitzt in den Boden und kein Pfiff. Dafür kriegen die Italiener einen Elfer, der wo gar keiner ist, nur weil sie mal wieder eine Mitleids-Operetta in der Nachspielzeit hinlegen.

Überhaupt die Italiener. Die machen mich fuchsteufelswild. Daheim a super Salami, einen geilen Kaffee und überhaupt so voll auf elegant machen, aber dann so einen Rumpelfußball spielen. Die Engländer gehn mir auch auf den Zeiger, aber die ham wenigstens den Rooney, den alten Metzgersbuam. Das ist so super, wie der immer schaut. Als hätt er Schrot zum Frühstück gfressn.

Und die Deutschen. Was is eigentlich mit denen los? Plötzlich stürmen die, als wär der Leibhaftige hinter ihnen her. 1974 war ich ja ein Teenager und Riesenfußball Fan. Ich hab ja dem Schwarzenbeck seine Grätschen immer mit meiner Mutter nachgespielt. Der tun heut noch die Schienbeine weh. Aber zurück zur 2006er Mannschaft. Ich mag ja den Klinsmann net und der Lehmann ist ein hinterfotziges Arschloch. Aber wenn der Mann so eine Arbeit leistet, ist er natürlich selbst beim grantigen Tensfelder rehabilitiert.

Übrigens glaub ich ja, dass der Yogibär und der Klinsigrinsi schwul sind, also im Sinne von homosexuell. Immer im Partnerlook und wenn sie sich freuen, dann auch gleich immer so körperlich zueinander. Die Irmi sagt des übrigens auch. Aber was solls, gell. Jeder nach seiner Facon. Hauptsache sie schpuin gscheit.

Donnerstag, 20. April 2006

In Korrektur

Wenn ich jetzt noch einmal "Paradigmenwechsel" in einer Arbeit les, dann knall ich durch. Studentenpack, siemgscheits!

Freitag, 24. März 2006

Wer nicht hoeren will...

Und ich sag noch "Obacht" zur Irmi und schon ist es passiert. Hat sie des ganze Vitello Tonato auf dem Rock. Ich hab ihr gesagt: "Halt dich drueber. Tu nicht das Schaelchen hochheben beim Essen." Aber auf mich hoert ja niemand.

Auch nicht auf mich gehoert hat damals der Kranzinger Fred, als er mit seinem kleinen Rasenmaeherbulldog den Ball von meinem Neffen Ferdi zusammengefahren hat. Ich hab gesagt:

"Wenn du bei Wittmanns den Rasen maehst, musst du vorher aufpassen, ob das Spielzeug vom Ferdi im Gras liegt. Fahrs ja nicht zusammen. Der wird sonst fuchsteufelswild. Das ist kein Spass mehr!"

"Was will der kloane Schors denn schon machen?" hat der Fred noch ganz arrogant gesagt.

Ich sag Ihnen, was der Ferdi gemacht hat. Nachdem ich ihm gesteckt habe, dass der Fred seinen Ball kaputt gemaeht hat, ist der Ferdi zu dem Fred seiner Frau nach Hause in ihre Kueche gegangen und hat gesagt:

"Du Frau Kranzinger, warum ist denn der Herr Kranzinger immer mit dem Auto bei der Frau Singer? Die wohnt doch nur drei Strassen weiter?"

Der Fred hat nie wieder den Rasen bei Wittmanns gemaeht. Aber ich hab ihn ja gewarnt. Genau wie die Irmi. Und jetzt is des schoene Vitello Tonato auf dem Rock von ihr.

Donnerstag, 2. März 2006

Fonse unterm Messer

Tschuldigung, dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, aber mir tut mein Fuß so weh. Ich hab so eine Kreuzbandreizung am linken Bein und jedes Mal wenn ich zur Uni radel, piekts mich, dass man meinen könnte, der Chef von der Arabergang hätt mir hineingestochen. Is mir ja mal in echt passiert, gell.

Ich war damals Türsteher in der Wunderbar, aber nur als Aushilfe vom Werner, weil der wieder so im Metadonprogramm war. Der Herrgott hab ihn selig. Auf jeden Fall hat der Chef von der Wubar, der Goose, mir gesagt, ich soll den einen Typen nicht hineinlassen, weil der neulich einen Stress verursacht hat. Gut, hab ich ihn nicht hineingelassen. Der war ganz unglaublich gstinkert und hat mir prophezeit, dass er mir auflauern wird. Ja und so etwas klingt zwar gruselig, aber glauben tust du sowas natürlich nicht.

Zwei Tage später gehe ich nachts aus dem Jenseits heim. Das ist der Name von einer Kneipe damals, nicht dass ihr jetzt glaubt, ich wär von den Toten auferstanden, weil ich war ja noch nicht einmal tot. Aber fast. Weil der Chef von dieser Arabergang, der hat mir aufgelauert und ein kleines Messer in den Hintern gehauen. Ich hab ihn nicht gesehen, aber wer solls sonst gewesen sein? Es war dunkel und ich hatte einen Saurausch. Aber wer soll das denn sonst gewesen sein? Ich natürlich sofort in die Notaufnahme und den Hintern wieder zusammengenäht. Des war auch das letzte Mal, das ich den Werner vertreten hab.

Natürlich ist der Araber an sich auch in Regensburg ein verträglicher Zeitgenosse, aber da hat die Ausnahme die Regel ziemlich brutal bestätigt. Viel schlimmeren Ärger hatte ich mal mit einem von dieser Schierlinger Motorradgruppe. Da gingsaber um ein Weib. Aber das erzähl ich ein ander Mal.

Dienstag, 7. Februar 2006

Stock im Arsch

Da Mayer Mich hat mir so einen Stock geschenkt. Jetzt schnitz ich halt was hinein.

Four jobs I've had:
- Fliesenleger in Plattling
- Germanistik Dozent in Barcelona
- Schankkellner im Haxnwirt in Regensburg
- Bierfahrer beim Thurn & Taxis

Four movies I can watch over and over:
- Top Secret
- Nosferatu (mit dem Kinski)
- Ghostbusters
- Rosemary's Baby

Four places I've lived:
- Plattling
- Barcelona
- Regensburg
- Berlin (a paar Monat)

Four TV shows I love:
- Münchner Geschichten
- Monaco Franz
- Kir Royal
- Die Hausmeisterin

Four places I've vacationed:
- Buenos Aires
- Korfu
- Krakau
- Florenz

Four of my favorite dishes:
- Spanferkel
- Schweinebraten
- Serviettenknödel geröstet
- Vitello Tonnato

Four sites I visit daily:
- Uni-Regensburg Seite
- Den ulkigen MC Winkel
- Club der halbtoten Dichter
- Den Burnster

Four places I would rather be right now:
- In der Irmi
- Auf dem Klo
- In der Badewanne
- Im El Raval

Four more:
Ich lass die anderen lieber in Ruhe.

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